Nichtbetroffene gibt es nicht:

Willkommen auf meiner Seite gegen Ärztepfusch, für Patientenrechte und ein gerechtes Gesundheitssystem.

 

Entsprechend dem Feedback, das ich bekommen habe, habe ich meine Startseite jetzt umgestaltet, um klarer zu machen, worum es geht. Bei vielen stiftet schon der Name der Seite Verwirrung, warum ich die Seite nicht Patienten-Irgendwas getauft hätte? Die Assoziationskette unsinkbar -> Titanic -> Hybris ist vielleicht weniger gut entschlüsselbar, als ich dachte. Unsinkbar bleibt aber jedenfalls besser im Gedächtnis und ist auch nach längerer Zeit besser wiederzufinden, als wenn man unter einem konventionell gewählten Stichwort suchen muss.

Am besten kann man das Kernproblem umreißen, indem man mit einer Anekdote beginnt.

Ein Opfer sexuellen Missbrauchs eines katholischen Priesters erzählt vom Versuch, Hilfe von seiner Mutter gegen die Übergriffe des Pfarrers zu erlangen. Unfähig, das Geschehene direkt anzusprechen, beschrieb das missbrauchte Kind einige Eigenheiten des Geschlechtsteils vom Herrn Pfarrer gegenüber seiner Mutter. Daraufhin wurde der Junge von dieser so heftig ins Gesicht geschlagen, dass er mit voller Wucht gegen einen Schrank fiel, die erhoffte Hilfe blieb aus.

Diese Erzählung beschreibt eindrucksvoll den Charakter autoritativer Macht, wie der Autor des Standardwerks zur Machttheorie, Heinrich Popitz, diese Erscheinungsform nennt. Diese autoritative Macht, die Priester vor 50 Jahren noch hatten, ist bei Ärzten immer noch fast ungebrochen. Von Kindesbeinen an wird der Mensch konditioniert, dass der Arzt eine Respektsperson darstellt, die immer Recht hat und der man nicht widerspricht. Dieser Machtraum wird im Gegensatz zu anderen Ländern in Deutschland von niemandem kontrolliert und wo schrankenlose Macht herrscht, wird sie missbraucht.

 

  "An der Schärfe dieses Befundes dürfen wir nicht vorbeischauen", sagte nun Christiane Woopen, Vorsitzende des Deutschen Ethikrates. Als geradezu skandalös bezeichnete es die Medizinerin, wenn Ärzte einen verzichtbaren, aber mit Risiken verbundenen Eingriff mit Blick auf dessen Erlös vornehmen.“

 

Leider schauen sehr wohl alle an diesem Skandal vorbei, obwohl bereits das Reichsgericht in einem Grundsatzurteil ein solches Vorgehen völlig richtig als Gewalt qualifiziert hat. Wer nicht darauf fokussiert, wie Ärzte reden, sondern wie sie handeln, wird erkennen, dass in der deutschen Ärzteschaft die Amoral herrscht. Durch die hohe Zahl überflüssiger Eingriffe erweisen sich Ärzte in Deutschland als eine immer größer werdende Gefahr für Patienten. Dieser Skandal hat noch eine weitere Dimension, denn ohne Zustimmung des Patienten darf ein Arzt keinen Eingriff vornehmen. Also besorgen sich Ärzte die Einwilligung illegal mittels Täuschung, Einschüchterung und Überrumpelung, darauf wurde bereits Ende der 1990er Jahre von Gesundheitswissenschaftlern hingewiesen.

Gleichzeitig kostet diese Praxis die Versichertengemeinschaft Millionen. Dass ein System – das deutsche Gesundheitssystem ist eines der teuersten der Welt – ein solches Ausmaß illegaler Bereicherung nicht tragen kann, ist klar. Die Antwort, die darauf in den Hinterzimmern der Macht gegeben wird, ist schon seit Langem dieselbe: Beiträge erhöhen und Leistungen rationieren. Eine verdeckte Rationierung der Gesundheitsleistungen findet schon lange statt. Auch hat der Gesundheitsminister eine neue Scheinlösung in Aussicht gestellt. Ein neues Institut soll die Behandlungsqualität sichern, Sanktionen für Kliniken soll es für Schlechtleistung geben. Abgesehen davon, dass es bereits ein Qualitätsinstitut gibt, hilft dieses Konzept nicht gegen überflüssige Eingriffe. Auch diese Art der Qualitätssicherung haben sie im Ausland schon durch. Es führt dazu, dass komplizierte Fälle weitergeschoben werden, bringt nichts und schadet somit dem Patienten.

 

Was könnte eine gute Lösung für diese Probleme aus Patientensicht sein?

 

Der Gesetzgeber muss die patientenfeindliche Rechtsprechung, die wir seit den 1990er Jahren beobachten, dahingehend korrigieren, dass der Patient einen durchsetzbaren Anspruch auf korrekte Aufklärung erhält. Diese muss sich nach wissenschaftlichen Kriterien richten, Leitlinien müssen von unabhängigen Institutionen erstellt werden und müssen aktuell gehalten werden. Zur Sicherung der Behandlungsqualität gibt es im Ausland einige gute Beispiele, die von den unter Lobbyisteneinfluss kreierten Gebilden in Deutschland deutlich abweichen. Im Gemeinsamen Bundesausschuss G-BA, wo festgelegt wird, was Kassenleistung wird, müssen die Patienten, die schließlich diejenigen sind, die dieses System finanzieren, endlich ein Stimmrecht bekommen.

Ein offener Brief an den Gesundheits – sowie den Justizminister ist in Arbeit, ich hoffe, viele werden ihn unterstützen, wenn es soweit ist.

 

Ein schwieriges Thema

 

Der Patient ist sich selbst der größte Feind, was sein Wohlergehen im deutschen Gesundheitssystem angeht. Eine Freundin hatte Recht, als sie mir sagte, dass dies ein Thema sei, das man am liebsten verdrängt. Patienten unterschätzen die Problematik, das war bei mir nicht anders, denn die Medien berichten überwiegend so, als hätten die Journalisten noch nie etwas von kritischem Bewusstsein gehört. Ich selbst durfte die Erfahrung machen, dass der leitende Redakteur einer wichtigen deutschen überregionalen Zeitung, im früheren Leben Arzt und mit einer Gynäkologin verheiratet, einen gynäkologiekritischen Artikel einfach in der Schublade verschwinden ließ. Und auch kritisch eingestellte Zeitgenossen, die alles andere als dumm sind, laufen buchstäblich ins Messer. Ich hatte zu der Thematik auch die damalige Redaktion von Sonia Mikich kontaktiert. Nicht lange darauf wurde diese selbst Opfer falscher Aufklärung durch einen Arzt mit gravierenden Folgen, die sie in einem der wenigen kritischen Bücher zum Thema beschrieben hat.

Was der geneigte Leser bitte unbedingt mitnehmen sollte: Die Informationen, die ich hier versammelt habe, gibt es sonst so nirgends zu lesen. Ich folge keinem Nanny-Konzept, wer hier liest, tut das im Eigeninteresse. In Kenntnis meiner Texte hätten die Geschädigten meiner Fallbeispiele  sowie diejenigen aus der unten verlinkten Doku das Unglück vermeiden können. Nicht zuletzt ich selbst, wenn ich es damals gewusst hätte, was in diesem Land gegen die Patienten läuft.

 

 

 

Letzter Blogeintrag:

 

Impfen Teil 1: Impfpflicht – Wiedergängerin einer Schnapsidee

Ein bisschen Recherche und die Impfdebatte ist versachlicht. Weshalb klingt eigentlich so vieles bei diesem Thema immer noch nach Donald Trump?

 

http://www.unsinkbar.org/watchblog/aktuell.html?articleId=138570.html

 

 

 

Diese Doku zeigt eindringlich, was indirekter Ärztepfusch für Patienten bedeutet. Wären die den Ärzten auferlegten Aufklärungspflichten für Patienten rechtlich durchsetzbar, wären diese Patienten heute noch gesund. Das beschriebene ärztliche Handeln ist nicht die Ausnahme, sondern die Regel.